Heute ist Sonntag und nach dem echt anstrengenden Tag von gestern, lassen wir es mal ein wenig ruhiger angehen. Aufstehen gegen 9 Uhr, frühstücken bis 10.30 Uhr, dann mal langsam los.
Nach dem Gewitter von gestern Abend scheint heute früh wieder die Sonne, es ist 24 Grad warm, sehr angenehm.
Auf dem Programm stehen heute die Salzsalinen von Marasal, dazu fahren wir zurück bis Urubamba, queren dort den gleichnamigen Fluß und winden uns über die steil aus dem Flußtal herausführenden Serpentinen hinauf auf eine herrlich anzuschauende, kleine Hochebene. Eine beeindruckende Landschaft erwartet uns hier oben, die weite Ebene, freilaufende Schafe, Lamas und Alpacas vor den knapp 6.000 Meter hohen, teilweise gletscherbedeckten Bergmassiven, und darüber ein bedrohliches Wolkenspektakel.
Bald erreichen wir das „Kassenhäuschen“, 40 Soles für beide, das ist ok, dann windet sich eine schmale, spektakuläre Schotterpiste hinunter in ein kleines Seitental, während der Anfahrt haben wir schon einen herrlichen Blick auf die Salzpfannen, den sollte sich allerdings nur der Copilot gönnen, denn wenige Zentimeter neben der Piste geht es senkrecht, tief nach unten.
Eine kleine, salzhaltige Quelle tritt seitlich aus dem Berg und wird in einem ausgeklügelten Bewässerungssystem in die etwa 4.500 über- und nebeneinander angeordneten Salzteiche geleitet, das Wasser verdunstet nach und nach und zürück bleibt reines Salz. Die örtlichen Salzkooperativen „ernten“ zwischen April und November aus jedem der Teiche etwa 300 kg Salz. Beim Gang über einen kleinen Rundweg kann man sich Alles aus der Nähe anschauen, herrlich spiegeln sich die schneeweißen Oberflächen in der Nachmittagssonne, – und natürlich kann man die hiesigen Salzprodukte in den zahlreichen Kiosken entlang des Rundweges auch kaufen.
Wir nehmen den Weg zurück nach Urubamba, auch hier wieder spektakuläre Ausblicke von oben hinunter in das Tal mit dem gleichnamigen Fluß, der sich braun gefärbt von den Regenfällen in den Bergen seinen unendlich weiten Weg zum Meer sucht.
Unser Nachtplatz „Finca Intiquilla“ liegt im Städtchen, etwas abseits der Hauptstraße, ich war im März schon hier, angenehm ruhig und auch diesmal sind wir alleine am Platz. ( S 13° 17′ 44″ W 072° 08′ 09″ ) Das nahe Restaurant ist heute leider nicht geöffnet, am Abend gehen wir ein Stück entlang der Hauptstraße, dort befindet sich das Hotel und Restaurant „Las Manos“, eine gute Wahl, wie wir gleich feststellen, sehr nette Atmosphäre, leckeres Essen unter reetgedeckten Palapas im Garten, leider bringt ein aufziehendes Gewitter etwas Unruhe mit sich, einige heftige Sturmböen räumen die Deko von den Nebentischen, die anderen Gäste verziehen sich in die Innenräume, wir waren eh gerade fertig und gehen nach Hause.
Machu Picchu, – wer hat nicht schon einmal davon gehört, – diese legendäre Inkastadt hoch oben im Regenwald von Peru.
Die Tickets haben wir uns in einem Reisebüro in Cusco gekauft, nach meiner Denkweise irgendwie ein total überteuertes Vergnügen, – aber ja, – Peru bereisen und nicht dort hingehen, – geht nicht ! Außerdem, – im Nachhinein betrachtet lebt ein beträchtlicher Teil der Menschen dort und in der Region davon, daß reichlich Besucher heranströmen.
Also, auf geht’s …….
Machu Picchu selbst, sowie der dazugehörige Ort „Machu Picchu Pueblo“ (Aquas Caliente) sind nur über eine Bahnstrecke zu erreichen, die Tickets für die Zugfahrt, sowie die Busfahrt hinauf zu der Inkastadt sind im Ticketpaket enthalten. Wir stehen seit gestern abend nur etwa 200 Meter vom Bahnhof in Ollantaytambo entfernt auf einem bewachten Busparkplatz, – hier ist die letzte Möglichkeit zum Zusteigen.
Unser Zug geht um 06.10 Uhr (Boarding 5.45 Uhr), also klingelt der Wecker gegen 4 Uhr. Einchecken und Ticketkontrolle geht problemlos und freundlich und pünktlich brummt die schwere Diesellok los. Die Zugfahrt ist jeden Cent wert, – die Bahnstrecke führt etwa 1,5 Stunden durch eine herrliche Landschaft, immer am Rio Urubamba entlang, der später richtig wild wird und sich schäumend und laut tosend durch den Tropenwald windet. Wo anfangs hier und da noch ein einsames Bauernhaus zu sehen war, gibt es irgendwann nur noch tropischen Wald, – die Felswände der breiten Schlucht, durch die sich Fluß und Bahnstrecke winden, steigen senkrecht gegen den Himmel, oft mehrere hundert Meter hoch, gelegentlich kann man durch die Panoramafenster im Dach gletscherbedeckte Bergspitzen bestaunen, ohne die der Übergang von dunklen Bergspitzen zu dunklen Wolken oft gar nicht zu unterscheiden wäre.
Um Viertel vor 8 Uhr kommen wir in Machu Picchu Pueblo an, eine Reiseleiterin empfängt uns am Ausgang, bringt uns nebenan zu einem hübschen Cafe´ und läßt uns dann „alleine“, gegen 11 Uhr wird sie uns hier wieder abholen, unsere Einlaßtickets für die Inkastadt lauten auf 12 Uhr. So haben wir herrlich Zeit, frühstücken ausgiebig und schauen uns dann das kleine Städtchen an, – autofrei, – lediglich die Busse zum Machu Picchu dürfen hier fahren und kleine Elektrokarren, – und natürlich die Eisenbahn, sehr ungewöhnlich für uns, wie die blauen PeruRail-Züge hier mitten durch den Ort rangieren, laut hupend, nur wenige Zentimeter neben dem Gehsteig und den Markisen der Geschäfte. Das Städtchen ist wahnsinnig laut, (Ja, auch ohne Autos geht das !) der mächtige „Rio Urubamba“ donnert schäumend und schokoladenbraun durch den Ort, steil abwärts, ein kleiner Zufluß kommt von Aquas Caliente den Berg herunter, klar und sauber, aber ebenfalls steil abfallend, schäumend und laut. Um 11 Uhr geht es dann los, unsere Reiseleiterin holt uns ab, hinein in die Schlange der wartenden 12-Uhr-Besucher. Naja, irgendwann geht es in einen der unzählig vielen Busse und los, über eine steile, sich in Serpentinen windende Schotterpiste quälen sich die Busse nach oben, immer wieder an geeigneter Stelle ausweichend, um den Gegenverkehr auf der eigentlich einspurigen Strecke passieren zu lassen.
Oben angekommen, erwartet uns „Raoul“, unser Guide für heute, – und schon geht es los, – Kontrolle zum x-ten, Ticket, Paß, aber ja, – warum nicht.
Ein erster Blick, nachdem die Bäume und Sträucher den Blick auf die Ruinen freigeben, ist beeindruckend, – groß, weitläufig und nach mehreren Seiten sind die massiven Blocksteinmauern und Gebäudereste zu sehen, – über zwei Stunden führt uns Raoul durch die Gemäuer, erzählt uns zur Geschichte und Wiederentdeckung Machu Picchus und viele Einzelheiten über die verschiedenen Gebäude und deren ehemalige Bedeutung.
Machu Picchu, die vergessene Stadt der Inkas, – etwa um 1450 auf dem Felsen, in 2.400 Metern Höhe erbaut, – durch an drei Seiten steil aufsteigende Felsen eine geniale Trutzburg gegen eindringende Feinde, – hängende Gärten sorgten für eine unabhängige Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln, so konnten bis zu 1.000 Menschen hier dauerhaft leben.
Irgendwann im Laufe der Geschichte wurde die Stadt wohl verlassen und vergessen, bis örtliche Bauern westliche Abenteurer Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts auf überwucherte Ruinen aufmerksam machten und im Jahr 1911 der Amerikaner Hiram Bingham eine Expedition in dieses verlassene und unwegsame Gebiet organisierte und tatsächlich Teile dieser sagenumwobenen Stadt entdeckte. Weitere Forschungen und Grabungen haben dann im Lauf der Jahre dieses Kleinod freigelegt und später für den Tourismus erschlossen, der heute einen wichtigen Teil des Lebensunterhaltes einer ganzen Region darstellt.
Innerhalb der mächtigen Mauern sind 70 % Originale zu bestaunen, lediglich 30 % des heute zu besichtigenden Bestandes wurden nachträglich rekonstruiert. Das Palastviertel mit dem Sonnentempel, das Tempelviertel, Bürgerhäuser der Ober- und Unterschicht, das Handwerkerviertel, Mausoleum und die Paläste der Könige und Prinzessinnen sind zu bestaunen, auch ein Viertel der Intellektuellen fehlt nicht in der Stadt, Bildung und Wissen hatten einen hohen Stellenwert, – nun ja, und auch ein Gefängnisviertel hatte wohl seine Daseinsberechtigung. Dies alles, gut geschützt hinter mächtigen Mauern mit Stadttor, Zugbrücken und Toren, erbaut auf der Spitze des steil aufsteigenden Berges war wohl der Garant für ein sicheres und friedliches Leben in der Gemeinschaft.
Nach gut zwei Stunden verlassen wir die Ruinenstadt, der nächste freie Bus bringt uns über die Serpentinenstraße hinunter nach Machu Picchu Pueblo. Ein gutes Mittagessen auf der Terrasse eines der zahlreichen Lokale, direkt am Ufer des vorbeidonnernden „Rio Urubamba“, haben wir uns heute verdient.
Unser Zug zurück nach Ollantaytambo geht um 18.10 Uhr, also Zeit genug zum Ausruhen und Bummeln. Die Rückfahrt ist dann etwas eigenartig, die Zugabteile bleiben dunkel, anfangs denken wir noch an Absicht, weil in der Dämmerung immer noch schöne Ausblicke durch die Fenster möglich sind, später jedoch, als die Fahrt durch den stockdunklen Wald führt und nichts mehr zu sehen ist, bleiben die Abteile dunkel, das Begleitpersonal serviert Getränke und Snacks im Schein von Taschenlampen. Naja, auch ganz nett, mal was Anderes.
Gegen 20 Uhr kommen wir am Bahnhof Ollantaytambo und wenige Minuten später beim HerrMAN an. Alles in Allem, trotz annähernd 3.500 Touristen, die täglich durch die Ruinenstadt „geschleust“ werden und trotz der saftigen Eintrittspreise und Zutrittsbeschränkungen, ein gelungener Ausflug, ohne Gedränge und Streß. Wider Erwarten durchaus empfehlenswert.
„Mili“ hat es innerhalb von 3 Werktagen geschafft, den HerrMAN „aus dem Zoll“ zu kriegen, seit Mittwoch am späten Vormittag sind wir „frei“, heute nun geht es richtig los.
Ich hatte mir die Gegend rund um Cusco schon im März ausgiebig angeschaut, für Heike machen wir jetzt die Runde nochmal.
Für den Samstag haben wir Tickets für den Besuch von Machu Picchu erworben. So machen wir uns gegen 10 Uhr los, raus auf die 28 B und Richtung Norden, ins „Valle Sagrado de los Incas“, dem „heiligen Tal der Inkas“.
Die alten Inkaruinen reihen sich hier entlang der Straße, – unmöglich, alle anzuschauen, das würde eine kleine Ewigkeit dauern. Cusco und seine Umgebung war das Zentrum der Inkakultur, entsprechend ist die Umgebung in weitem Umkreis schon seinerzeit mit Dörfern und Städten, Festungen und heiligen Stätten gut bestückt gewesen.
Wir fahren zunächst Richtung „Pisac“, ein paar Kilometer über den Bergkamm, mit schönen Ausblicken über das Land, dann windet sich die Straße über Serpentinen von 3.700 auf 2.800 Meter hinunter ins Tal des „Rio Vilcanota, wie er hier noch heißt, aber bald zum „Rio Urubamba“ wird, der sich immer in Sichtweite zur Straße ganz durch das heilige Tal schlängelt.
In „Pisac“ fahren wir über den Fluß, links weg und dann nach Westen, das Tal hinauf.
Der Fluß ist tiefbraun, – in den Bergen ist Regenzeit, – entsprechend viel Wasser und Sedimente bringt er mit herunter. Die Berge rechts und links steigen steil auf, sie sind herrlich grün, bis hinauf zu den Gipfeln.
Das Klima hier ist mild und entsprechend fruchtbar ist das Tal, riesige Flächen sind mit Mais bepflanzt, – vereinzelt gibt es Gewächshäuser, – aber auch im Freiland gedeiht Gemüse aller Art bestens, – beeindruckend sind die Terrassen, die sich bis in schwindelerregende Höhen die Berghänge hinaufziehen, – schon bei den Inkas wurden sie angelegt und bis heute gehegt und gepflegt, denn nur so ist die Versorgung der Region mit Nahrung zu gewährleisten.
Über Calca, Yucay und Urubamba erreichen wir das Städtchen Ollantaytambo, unser heutiges Ziel. Hier ist der Bahnhof, von welchem wir morgen früh gegen 6 Uhr mit dem Zug nach Machu Picchu starten werden, eine Straße nach dort gibt es nicht. Am Nachmittag laufen wir hoch in den Ort, dort, wo die mächtige Festungsanlage Ollantaytambo aus der Inkazeit in den Felsen über dem Städtchen schon weithin sichtbar ist. Ich hatte sie im März bereits erklommen und besichtigt, Heike begnügt sich heute mit einem ausführlichen Rundblick aus dem Tal. Wir schlendern noch ein wenig durch die knallbunten Verkaufsstände, an denen diese herrlichen Ponchos, Schals, Mützen und allerlei Krimskrams angeboten werden und lassen den Nachmittag bei einem leckeren Cappuccino ausklingen.
Unser Nachtquartier für heute und morgen haben wir auf dem bewachten Busparkplatz aufgeschlagen, nur etwa 200 Meter vom Bahnhof entfernt ( S 13 ° 15′ 38“ W 072° 16′ 00“ ), dort steht auch morgen am Tag unser HerrMAN im gesicherten Bereich.
Camping „Quinta Lala“, oberhalb von Cusco, auf 3.600 Meter ü. NN. gelegen, dort habe ich im Frühjahr schon einmal drei Wochen verbracht, der HerrMAN steht nun seit fast 8 Monaten hier und heute ist es endlich so weit, es geht weiter, – fast. ( S 13° 30′ 20″ W 071° 59′ 06″ ) Denn vor dem Vergnügen steht erst einmal die Arbeit. Aber Eins nach dem Anderen.
15.12.2024 / Tag 1:
Um 08.10 Uhr landet unser Flieger auf dem Flughafen Cusco, mitten in der Stadt, die Häuser flitzen rechts und links draußen vorbei, – ein irres Gefühl. Mit dem Taxi sind wir bereits gegen 9 Uhr am Platz, „Mili“, die Besitzerin wartet schon auf uns, ich hatte uns für heute früh angekündigt. Es ist, wie immer, ein wenig spannend und aufregend, den HerrMAN nach längerer Standzeit zu sehen, der erste, äußerliche Eindruck ist ganz gut, sogar die Reifen sind noch prall, ein wenig dreckig ist er schon, aber das ist nun mal das Wenigste.
Also, erst mal die Fahrerkabine auf, Vorhänge wegziehen und Luft reinlassen, auch innen sieht das Fahrerhaus ganz gut aus, Schimmel, wie zuletzt in Panama-City gibt es hier nicht. Werkzeuge raus, Auspuff öffnen, Batterie anklemmen, Spritzufuhr aktivieren, dann wird’s spannend, – Zündschlüssel rein, – alles bleibt dunkel, – ( ??!!?? ) ganz schlecht, – kann nicht sein ! Aaaah, – Hauptschalter vergessen einzustecken, – also rein damit, 2. Versuch, – alle Leuchten am Armaturenbrett sind aktiv, – Zündschlüssel rum, und sofort ist der HerrMAN da, – noch etwas zögerlich, kurz unrund im Lauf und mit reichlich Qualm aus dem Auspuff, das gibt sich nach wenigen Sekunden, ist der Höhe geschuldet und mir nicht unbekannt.
Also super, Alles bestens, brummen tut er schon mal, – raus aus der Parklücke, rüber auf einen Stellplatz, – hier werden wir die nächsten Tage werkeln und auf die Zollfreigabe warten.
Nun kommt der spannende Augenblick, in dem wir die Wohnkabine öffnen, und zunächst mal reinriechen, dann reinschauen und reingehen, – aber alles sieht top aus, kein Ungeziefer, kein schlechter Geruch, kein Dreck, – Cusco war nicht die schlechteste Wahl für die Sommerpause. So werkelt Heike heute am Sonntagvormittag in der Kabine, wischt Alles ein wenig durch, bezieht die Betten, – ich kümmere mich draußen um so einige Sachen.
Am Nachmittag gehen wir ein erstes Mal die etwa 2 Kilometer den steilen Berg hinunter in die Stadt, – gehen, und sich bewegen ist in dieser Höhe wegen der dünnen Luft recht anstrengend, zudem haben wir beide mit unserer Erkältung und Schnupfen zu kämpfen, die wir schon vor Tagen aus dem Madrid-Flieger mitgebracht haben.
Wir gehen runter zur „Plaza de Armas“, dem Stadtplatz, sehr schöne alte Gassen mit Häusern im Kolonialstil, an der Plaza dann die Kathedrale, gleich daneben die „Iglesia de la Compania“ und auf den anderen Seiten schöne, alte Häuser mit Arkaden und hübschen Holzbalkonen im Obergeschoß, hier „Portales“ genannt. In der Mitte des Platzes ein schöner Brunnen, Grünflächen und Blumenbeete, dazwischen gepflasterte Wege und viele Ruhebänke, – Schuhputzer bieten ihre Dienste an, – Straßenhändler sind unterwegs und bieten Essen und Trinken, Souvenirs und Bilder an, – es sind sehr Viele, aber sie sind nicht aufdringlich. Auch drüben auf der Treppe der Kathedrale sitzt es sich recht schön, irgendwie ein friedlicher Ort, der gesamte Platz, zwei Straßen sind autofrei, so bleibt Platz zum schlendern und schauen.
Wir gehen eine große Runde durch die historische Altstadt, – schöne alte Häuser, – hübsche Gassen, – überall Geschäfte und Restaurants, Reisebüros und Banken, – Museen, – das Denkmal der Stadtgründer und Mauerreste aus der Inkazeit. Die Stadt ist belebt, aber keinesfalls hektisch, alles geht irgendwie geruhsam seinen Gang. Unterwegs kaufen wir ein paar Lebensmittel für die ersten Tage.
Irgendwann kommen wir zurück auf die „Plaza de Armas“. In den Räumen hinter den Holzbalkonen der „Portales“ gibt es einige nette Restaurants, hier im Restaurant „Fusion Andina“ lassen wir uns nieder, sitzen auf einem der Balkone, genießen den Blick auf den Platz und ein leckeres Abendessen.
16.12.2024 / Tag 2:
Den Tag verbringen wir (also in dem Fall eher Heike) mit Putzen, Alles wird noch einmal gründlich durchgeschrubbt, gelüftet, frisch gemacht und in Gang gesetzt. Ich beschäftige mich mit Kleinreparaturen, die außerhalb so anfallen, halt das Übliche, Luft, Öl, Wasser, überall klemmt es ein wenig, WD 40, – ganz wichtig ! „Mili“ ist bereits aktiv in Sachen Zoll, holt sich von mir ein paar Unterschriften und teilt mir mit, daß ich mich um Nichts kümmern brauche, sie macht das heute und morgen für uns, – das ist doch mal ein Service, – daaanke !
17.12.2024 / Tag 3:
Auch Tag 3 verbringen wir noch mit Putzen, Heike macht Wäsche, – raus können wir noch nicht, erst muß der Zoll den HerrMAN freigeben.
18.12.2024 / Tag 4:
…das geschieht heute: Gegen 09.30 Uhr kommt angemeldet ein Herr und eine Dame vom Zoll zu uns, überprüfen die Fahrzeugpapiere, Fahrgestellnummer und Kennzeichen, machen ein paar Fotos und überreichen uns dann das begehrte Schriftstück, das zum weiteren Aufenthalt des HerrMAN von 30 Tagen (wir hätten auch 90 Tage kriegen können) in Peru berechtigt.
Anschließend machen wir uns mit dem Taxi hinunter in die Stadt, der HerrMAN braucht eine Versicherung (SOAT) und wir müssen groß einkaufen, ein Supermarkt ist eine gute halbe Stunde von hier entfernt. Die Suche nach dem Versicherungsbüro gestaltet sich schwierig, die im Internet angegebene Adresse ist alles andere als ein Versicherungsbüro, eine reine Wohngegend, niemand, den wir fragen, kennt hier die Versicherung. Eine zweite Adresse ist etwa 20 Minuten Fußweg entfernt, dort ist allerdings offensichtlich gerade Mittagspause, wir warten 30 Minuten, der zweite Anlauf gelingt, allerdings fühlt man sich dort nicht zuständig für ausländische Fahrzeuge und verweist uns an eine dritte Adresse, diesmal dankenswerterweise nur etwa 300 Meter weiter ums Eck. Ja, und was soll ich sagen, das funktioniert, – innerhalb von 15 Minuten haben wir die Police für einen Monat in der Hand, sie kostet 40 Soles, also 10 Euro.
Nun geht es mit dem nächsten Taxi zum Supermarkt, Großeinkauf. Drei Stunden später, mit schweren Taschen bepackt und nach einem Essen im Einkaufszentrum bringt uns Taxi Nr. 3 wieder nach Hause. Anstrengend war es heute.
19.12.2024 / Tag 5:
Heute soll unser zunächst letzter Tag hier sein, später werden wir noch einmal zurückkommen. Ich habe noch einmal ausgiebig am HerrMAN zu schrauben, zum x-ten mal entwässert die Toilette nicht sauber in den Tank, – Schläuche ausbauen, reinigen, teilweise erneuern, – echt eine schei…. Arbeit. Die Abrechnung mit „Mili“ steht an, alles problemlos und sauber gelaufen. Dann laufen wir noch einmal hinunter zur „Plaza“, ergattern unterwegs ein schönes Sauerteigbrot und geniessen einen weiteren Abend in unserem „Stammrestaurant“. Morgen geht es endlich wieder „on tour“.
Arequipa – die weiße Stadt im Süden des Landes. Mit etwa 1 Million Einwohnern ist Arequipa die zweitgrößte Stadt Perus und zugleich das Kultur- und Wirtschaftszentrum des Südens. In einem fruchtbaren Tal gelegen, umgeben von drei mächtigen, schneebedeckten Vulkanen, die dankenswerterweise gerade nicht aktiv sind. Leider kriegen wir über die gesamten drei Tage keine Gelegenheit, diese mächtigen Berge mal zu fotografieren, die Stadt ist ständig von einem Dunstgürtel umgeben, hinter dem sie sich verstecken, nur schemenhaft sind die Schneekuppen kurz hinter dem Schleier zu erkennen. Arequipa – die weiße Stadt, UNESCO-Weltkulturerbe seit dem Jahr 2000, alle Gebäude der alten Kolonialstadt, insbesondere die mächtigen Prachtbauten der Altstadt sind aus einem hellen Tuffgestein (Sillar) erbaut, das in den nahen Bergen abgebaut wurde und in der Sonne weiß leuchtet. Barocke Kirchen und Herrenhäuser, die Kathedrale und das alte Kloster „Santa Catalina“ sind die herausragenden Sehenswürdigkeiten der Stadt.
12.12.2024 / Tag 1
Nach ein wenig Ankommen und Ausruhen machen wir einen kurzen Spaziergang in die nahe Altstadt, – fangen die weihnachtliche Stimmung an der Plaza ein, – finden ein nettes Restaurant mit einem guten Abendessen und sind dann in Windeseile in unserem Bett verschwunden.
13.12.2024 / Tag 2
Frühstück gibt es auf der Dachterrasse, von 07.30 Uhr bis 09.30 Uhr. Zunächst erscheint uns das wahnsinnig früh, wo wir doch einiges an Schlaf nachzuholen haben, aber, – dank der Zeitverschiebung sind wir irgendwie schon lange vor 7 Uhr hellwach (wäre ja jetzt eigentlich nachmittags gegen 13 Uhr, – der Körper läßt sich nicht so leicht austricksen, das wird wohl ein paar Tage dauern, bis Normalität einkehrt). Die Sonne scheint herrlich und macht das „Draußensein“, selbst zu so früher Stunde zum Vergnügen, – Sonnenschirm, Sonnenbrille und Kopfbedeckung sind ganz wichtig hier.
Nach dem Frühstück machen wir uns auf die Socken, die Altstadt ruft.
Heute ist zunächst das Altstadtkloster „Santa Catalina“ dran. 1579 erbaut und mit einer Größe von 20.000 qm tatsächlich eine Stadt in der Stadt. Wirklich sehenswert, mit vielen kleinen Gässchen, Häusern und Gärten voller Rosen, Blumen, Bäumen und Vögeln, sogar Kolibris kann man hier sehen. Als Kontrast zur „weißen Stadt“ sind innerhalb der Klostermauern alle Wände in leuchtendem blau oder rostrot gestrichen, ein ganz eigenes Ambiente. Herrlich still ist es hier drinnen, die dicken und hohen Mauern halten den Lärm der umliegenden Straßen ab, – eine ganz andere Welt, nur wenige Schritte entfernt.
Dann gehen wir hinüber zur Plaza.
Wie in vielen dieser kolonialen Städte sind die großen Gebäude, die Kirchen, Kathedralen und Herrenhäuser rund um die „Plaza“ und die danebenliegenden Straßen erbaut. Die Plaza ist hier die „Plaza Prinzipal“. Herrlich anzuschauen, – der Platz, – jetzt natürlich weihnachtlich geschmückt, – vor der Kathedrale hat man eine Bühne aufgebaut, von der fast den gesamten Tag und Abend örtliche Chöre, Musikgruppen, Schulklassen und Vereine ihren musikalischen Beitrag zur Weihnachtszeit darbieten. Auffällig ist auch hier, – so wie wir es die letzten Jahre schon in anderen lateinamerikanischen Ländern erlebt haben, daß sich die weihnachtliche Stimmung viel fröhlicher und ausgelassener, ja fast volksfestartig zeigt.
Ein buntes Treiben rund um die Plaza, – die Menschen flanieren, genießen die Stimmung, – Straßenhändler verkaufen bunten „Süßkram“ in allen Variationen, natürlich fehlen auch nicht die Stände mit den knallbunten Souvenirs, Strickmützen, Schals, Decken, – ein Augenschmaus.
Wir drehen einige Runden über den Platz und durch die gesamte Altstadt, – tagelang könnte man sich hier aufhalten, Cafe´s und Restaurants laden zur Pause ein, unaufgeregt und gesittet geht hier Alles von statten.
14.12.2024 / Tag 3
Auch heute wieder, Frühstück auf der Dachterrasse. Ausgiebig und in angenehmer Umgebung. Dann wieder „Sightseeing“, mit nur einem Tag an der „Plaza“ ist es lange nicht getan.
Neben den schon besichtigten Gebäuden gibt es unzählig viele Andere, in der nächsten Straße, oder der übernächsten.
So verbringen wir wieder den gesamten Tag auf Achse, – gesehen haben wir sicher lämgst nicht Alles, aber einen bleibenden Eindruck hat die Stadt schon bei uns hinterlassen. Morgen reisen wir weiter.
15.12.2024 / Tag 4
Gegen 4 Uhr klingelt uns unser Wecker aus den Federn, um 5 Uhr bringt uns das Taxi zum Flughafen, es ist schon heller Tag und die Sonne scheint. Auch hier geht das Einchecken absolut problemlos, pünktlich um 07.10 Uhr hebt der Airbus A 320 der LATAM ab und schon eine Stunde später sind wir in Cusco.
Nach spannenden und arbeitsreichen 8 Monaten „Sommerpause“ geht es heute endlich wieder los. Um 15.00 Uhr verlassen wir unser Basislager und starten um 19.05 Uhr am Flughafen in Frankfurt, – es wird ein langer Ritt werden, bis wir ankommen.
Auf dieser Etappe ist nun auch Heike wieder „mit an Bord“, – unser Hundemädchen „Aspro“ ist im Februar über die Regenbogenbrücke gegangen, – dramatisch auf der einen Seite, aber auch mit neuen Perspektiven auf der anderen Seite. … und in Gedanken fährt sie natürlich immer bei uns mit.
Wir fliegen mit Air Europa über Madrid nach Lima und mit einem Inlandsflug der Sky-Airline weiter nach Arequipa, im Süden Peru´s.
Der Flieger hebt pünktlich ab, die Zwischenlandung in Madrid ist unproblematisch. Mit zweistündiger Verspätung hebt dort die große Boeing 787-9 Dreamliner nachts um 2 Uhr ab und nimmt Kurs West, über den großen Teich, immer schön mit dem Lauf der Sonne und dem der Zeitzonen, – und so sind wir trotz zwölfstündigem Flug, bereits morgens um 8 Uhr in Lima. Die Einreise ist unproblematisch und schnell erledigt. Nach 3 Stunden Aufenthalt bringt uns ein Airbus A 320 der Sky-Airlines nach Arequipa. Nach insgesamt 29 Stunden, davon 16 Stunden in der Luft kommen wir am frühen Nachmittag in Arequipa an.
Es ist noch nicht unser wirkliches Ziel, der HerrMAN steht in Cusco, eine gute Flugstunde entfernt von hier. Arequipa liegt bei unserer weiteren Reise mit dem HerrMAN nicht unbedingt an der Strecke, soll aber sehr sehenswert sein, zudem eignet sich Arequipa, auf ca. 2.200 mtr. ü. NN gelegen, recht gut zum Akklimatisieren, denn Cusco liegt auf 3.600 mtr. ü. NN, das kann zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen, im Frühjahr war dies für mich ohne große Bedeutung, ich hatte mich diesem Höhenniveau über mehrere Tage langsam angenähert.
Die Temperatur hier in Arequipa ist recht angenehm, 24 Grad, die Sonne scheint von einem strahlend blauen Himmel, gerade das, was wir nach diesem November in Deutschland brauchen.
Trotzdem ist erstmal ankommen und Ruhe angesagt. Wir haben uns in dem kleinen Hostal „La Puerta del Sol“, am Rand der historischen Altstadt eingemietet, der erste Eindruck, sehr sympathisch. ( S 16° 23′ 38″ W 071° 32′ 12″ ) Wir bleiben 3 Tage, genug Zeit für Sightseeing.
Tagesetappe: 0 km (die Flugkilometer zählen natürlich nicht mit) Gesamtstrecke: 64.319 km
Unten findet ihr die Karten mit der detaillierten Fahrstrecke von Panama City bis Peru. Diesmal verteilt auf zwei Karten von Google My Maps, auf der Ersten ist die Route von Panama City über das Meer nach und durch Kolumbien und durch Ecuador eingezeichnet, auf der Zweiten die bisherige Route durch Peru. Um die Route im Detail anschauen und bis in die letzte Kurve heranzoomen zu können, klickt ihr bitte auf den Link unter den Vorschaukarten.
In der angehängten pdf-Datei habe ich die Koordinaten aller von mir genutzten Übernachtungsplätze im nördlichen Südamerika aufgeführt, sowie den Ort, eine Bezeichnung oder einen Namen und die Höhenangabe in Metern über NN zu den Plätzen hinzugefügt. Über die Qualität der Plätze steht in der Regel etwas mehr in den Tagesberichten.
Meine Gesamtfahrstrecke im nördlichen Südamerika betrug8.558 Kilometer
….. insgesamt war ich vom 01. Dezember 2023 bis zum 15. März 2024, also genau 106 Tage unterwegs,….. davon bin ich an 63 Tagen gefahren, an 43 Tagen hatte ich keine Lust und habe dem HerrMAN seine Ruhe gelassen, oder habe mich um sein „Wohlbefinden“ gekümmert.
….. das ergibt einen Tagesdurchschnitt von 135,8 Kilometern,
….. in Panama war ich insgesamt 8 Tage unterwegs und bin 140 km gefahren, ….. in Kolumbien 45 Tage und habe etwa 3.350 km zurückgelegt, ….. in Ecuador habe ich mich wegen Kriegsrecht und Ausnahmezustand leider nur 9 Tage aufgehalten, dabei habe ich etwa 1.250 km zurückgelegt, ….. und in Peru war ich insgesamt 44 Tage und habe ca. 3.820 km zurückgelegt.
….. von der Polizei angehalten und kontrolliert wurde ich (die Grenzkontrollen natürlich nicht mitgerechnet) zwei mal, wobei kurz die Papiere (meist geht es um das TIP für das Fahrzeug) kontrolliert wurden, – einmal wollte man einen Blick in die Wohnkabine werfen, (was aber eher der Neugierde, als der Kontrolle, geschuldet war), – alles lief jedoch absolut korrekt, problemlos und in freundlicher Atmosphäre ab, – an einer Vielzahl von permanent eingerichteten Kontrollstellen wurde ich freundlich durchgewunken.
….. dafür bin ich 17 mal an die Tankstelle gefahren (Ich habe mir bei solch üppiger Tankstellendichte angewöhnt, die Tanks jeweils nur noch halb zu füllen, weil ich mir irgendwo mal nicht so gute Qualität eingefangen hatte und dies durch Nachfüllen dann einfacher zu beheben ist.) ….. und habe insgesamt 2.451 Liter Diesel verbraucht, ….. was einem Durchschnittsverbrauch von 28,63 Liter Diesel auf 100 Kilometer entspricht, (der enorm hohe Dieselverbrauch ist der Fahrstrecke in diesen Ländern geschuldet, ich bin eigentlich fast ausschließlich unglaublich kurvige Berg- und Talstrecken gefahren, hatte enorm viele extreme Schotterpisten und ganz selten mal Überlandstrecken) ….. die mich insgesamt etwa 1.854 Euro gekostet haben, ….. das sind im Durchschnitt 0,76 Euro pro Liter ….. und ca. 0,22 Euro Spritkosten pro Kilometer
….. 1 Liter Diesel kostete im Durchschnitt: ….. in Panama ca. 0,92 Euro, ….. in Kolumbien ca. 0,58 Euro, ….. in Ecuador ca. 0,42 Euro, .…..und in Peru ca. 1,07 Euro.
……In Panama wird der Sprit in Litern verkauft, ……während in Kolumbien, Ecuador und Peru nach Gallonen abgerechnet wird.
….. technische Pannen am MAN hatte ich keine. Allerdings hatte ich im nördlichen Peru einen Plattfuß durch eine abgerissene Ventilverlängerung (??), dafür mußte ich den Reifen komplett ab- und wieder aufmontieren, – nicht ganz so einfach, aber machbar.
….. Unfall hatte ich glücklicherweise auch keinen Ernsthaften, eine kleine Karambolage mit einem Mopedfahrer, die dankenswerterweise auch für ihn glimpflich abging.
….. Grenzübertritte hatte ich 7 ( Deutschland-Spanien / Spanien-Panama / Panama-Kolumbien / Kolumbien-Ecuador / Ecuador-Peru / Peru-Spanien / Spanien-Deutschland ) ….. jeweils 1 Ein- und Ausreise nach Spanien und nach Deutschland, – problemlos und schnell. ….. die restlichen 5 waren richtige Grenzübertritte, 3 davon mit dem HerrMAN, die jeweils eine Ausreise- und eine Einreisekontrolle mit entsprechend, teilweise aufwendigem Papierkram bedeutet haben, ……die Einreise (Flughafen) nach Panama und die Ausreise aus Peru waren unproblematisch ……Panama-Kolumbien war eine Frachtschiffpassage für den HerrMAN (FlatRack) und ein Flug für mich, (die Region „Darien“, die Landverbindung von Panama nach Kolumbien ist nicht passierbar, hier haben sich seit Jahrzehnten die Drogenbarone mit ihren Clans festgesetzt, und die möchten nicht gestört werden). Jede Menge Papierkram in Panama, Inspektion bei der Polizei, Vorsprache beim Zoll und eine gründliche Durchsuchung des Fahrzeuges mit einem Spürhund im Hafen von Colon. Bei der Ankunft in Cartagena/Kolumbien ebenfalls Papierkram, Polizei, Zoll, Versicherungsbüro, etc. Insgesamt hat die Überfahrt von Panama nach Kolumbien 15 Tage Zeit in Anspruch genommen, die reine Überfahrt dauert im Minimum 17 Stunden, manchmal bis zu 3 Tagen, den Rest der Zeit mahlen die Mühlen der Verwaltung. Ich hatte mich über die Wartezeit in einem Fremdenzimmer in Cartagena eingemietet. ……Kolumbien-Ecuador, und ……Ecuador-Peru waren relativ problemlose Grenzen und jeweils in 1 bis 1 ½ Stunden komplett erledigt.
….. Währungen hatte ich unterwegs 5 verschiedene: ….. in Deutschland und Spanien natürlich den Euro ….. in Panama / US-Dollar (USD) (Panamas Währung, der Balboa ist an den US-Dollar 1 : 1 gekoppelt, als Schein gibt es nur noch den US-Dollar, Münzen gibt es sowohl als Dollar und Cent, als auch als Balboa, die den selben Wert haben und gemischt im Umlauf sind). ….. in Kolumbien den Kolumbianischen Peso (1 Euro entspricht ca. 4.200 Peso, es gibt also reichlich Scheine zu schleppen) ….. in Ecuador ist der US-Dollar die offizielle Landeswährung ….. und in Peru hat man den Peruanischen Sol (1 Euro entspricht etwa 4 Soles)
Bevorzugt US-Dollar (aber auch Euro) umtauschen kann man in Banken und Wechselstuben in den Städten. Geldautomaten gibt es überall, mit internationalen Kreditkarten kann man überall problemlos Geld abheben, manchmal leider nur in „kleinen Happen“.
….. Panama, Kolumbien, Ecuador und Peru liegen jeweils 6 Stunden hinter der mitteleuropäischen (Winter-) Zeit zurück.
….. der tiefste Punkt meiner Reise lag auf Meereshöhe, bei den verschiedenen Besuchen am Pazifik und dem Karibischem Meer. ….. der Höchste bei 4.736 Metern über dem Meeresspiegel, am Tunnel „Punta Olimpica“ in den „Cordillera Blanca“ in Peru.
….. ich habe zusammen 2.941 Fotos “geschossen”, ….. die besten 913 davon sind in diesem Blog zu sehen. (Seht mir bitte nach, wenn die Qualität nicht immer top ist, den einen oder anderen Schnappschuß konnte ich nur durch die Windschutzscheibe des HerrMAN, und das manchmal während der Fahrt, machen).
….. Brauchwasser habe ich ungefähr 8 mal getankt, bei ca. 250 Litern Tankvolumen sind dies etwa 2.000 Liter. ….. die Möglichkeiten sind teilweise begrenzt, – es gibt oft überhaupt keine Möglichkeit, manchmal liegt der vorhandene Druck nahe Null, ein anderes mal sind die Hähne so exotisch oder auch teilweise kaputt, daß man keinen Schlauch anschließen kann, oder die Entnahmestelle ist nicht mit dem Fahrzeug erreichbar (Kanister oder Gieskanne ist oft hilfreich) ……man sollte also immer, wenn die Möglichkeit gegeben ist, nachtanken, auch wenn es nur wenige Liter sein sollten.
..… Trinkwasser gibt es in allen Ländern zu kaufen, ……meist in den 5-Ltr.-Plastikkanistern und in den üblichen 1,5 Ltr.-Plastikflaschen völlig problemlos in (fast) jedem Dorfladen oder in Supermärkten. Ich schaue immer nach den 20-Liter-Tausch-Garafones und fülle sie dann in meine eigenen Behältnisse, damit das Müllproblem in diesen Ländern nicht noch größer wird, sie gibt es manchmal an Tankstellen, aber auch in einigen kleinen Dorfläden.
….. Propangas hatte ich noch 1 x 8 kg gefüllt an Bord, von der ich die gesamte Zeit „gezehrt“ habe. In allen Ländern gibt es immer wieder Nachfüllstationen, an denen man seine Flaschen nachfüllen lassen kann.
……Meine Stromversorgung funktionierte ausschließlich über die Solaranlage, fast täglicher Sonnenschein und häufiges Fahren haben die Batterien nahezu täglich voll aufgeladen. ……Ansonsten erfolgt die Stromversorgung in diesen Ländern mit 110 Volt-60 Hertz-Landstrom, wer also diesen nutzen muß, braucht zunächst einen Adapter (2 Flachstifte, etwas enger als unsere Rundstifte) und dann, falls der bordeigene Elektroblock diesen 110 Volt-Strom nicht verarbeiten kann, einen zusätzlichen Wandler, der aus diesen 110 V dann 220 V macht. ( Aber Vorsicht: Ich hatte unseren Elektroblock vor 3 Jahren in Mexiko zerschossen, weil er nur max. 250 V verträgt und ich wohl knapp 260 V reingeladen hatte, denn nicht alle Wandler machen aus 110 V die gewünschten 220 V, sondern verdoppeln einfach die Eingangsspannung, so hatte der Eingangsstrom damals 128 Volt und ich habe mit 256 Volt geladen, was der E-Block halt nicht lustig fand. Also, vorher evtl. mal nachmessen, was da aus der Leitung kommt). Landstrom ist nicht an allen Stellplätzen verfügbar. In Peru und auf ausgesuchten Stellplätzen wird auch 220 Volt-60 Hertz-Landstrom angeboten, die Stecker sind die selben, wie bei uns, – also immer mal schauen, was es so gibt.
……Die Versorgung mit Internet ist ein spezielles Thema: WLAN ist relativ oft verfügbar, – auf vielen Campingplätzen, – bei Hotels oder auch in Restaurants, – an den Supermärkten der großen Konzerne und oft in den Schnellrestaurants der großen Städte. Allerdings sind die Qualitäten oft nicht wirklich gut und reichen gerade mal für das Abholen von Mails oder Versenden einfacher Nachrichten.
……Mobiles Internet ist in ganz Südamerika verfügbar, zumindest in den großen Städten und entlang der Hauptrouten, und das in erstaunlich guter Qualität, – nicht verfügbar ist es oft irgendwo draußen „in der Pampa“, im Dschungel, hoch in den Bergen oder auch an einsamen Meeresbuchten. ……für Panama hatte ich noch die SIM-Karte von TIGO, ……in Kolumbien benutzte ich ebenfalls TIGO, ……in Ecuador hatte ich dann mal Claro ……und in Peru wechselte ich zu ENTEL. Die Unterschiede in den Karten sind nicht wirklich groß, die Netzabdeckung ist bei den großen Anbietern fast identisch, die kleineren Unternehmen, wie TIGO oder ENTEL machen etwas bessere Angebote.
Das Beschaffen einer neuen SIM ist nicht wirklich aufwendig, und schon gar nicht teuer, etwa 1,50 bis 2 Euro kostet sie und ist oft an Kiosken und in kleinen Läden erhältlich. Allerdings ist das Aktivieren nicht ganz einfach, weswegen ich hierfür immer in die speziell dafür vorgesehenen Telefonläden gegangen bin, die das freundlicherweise für mich erledigt haben. Nachladen geht dann problemlos an vielen Kiosken oder in kleinen Läden, meist wird das hier digital erledigt. In manchen Ländern muß man sich bei der Aktivierung der SIM-Karte richtig registrieren, mit Adresse und Reisepaßnummer. In Kolumbien beispielsweise hatte ich das nicht gemacht, man hat mir dann beim ersten Nachladen rigoros mein Smartphone gesperrt, das Wiederbeleben hat mich jede Menge Zeit, Lauferei und Nerven gekostet.
…… die Versorgung mit Lebensmitteln ist absolut problemlos: Supermärkte mit Vollsortiment gibt es in jeder größeren Stadt in allen bereisten Ländern, zudem in den kleinen Dörfern oft Minimärkte, die die wichtigsten Dinge des täglichen Bedarfs anbieten, Obst und Gemüse wird zudem sehr oft auf Märkten und an den Straßenrändern, frisch und zu unschlagbar günstigen Preisen angeboten. Problematisch war für mich die Versorgung mit Brot, – was in den Supermärkten als Brot angeboten wird, hat den Namen nicht wirklich verdient, – die lokalen Bäckereien (Panaderia) bieten duftende Frischware in großer Auswahl an, allerdings alles durchweg mit Weißmehl hergestellt, wer so etwas liebt, ist im Paradies zu Hause. Ich konnte 2 x selbstgebackenes Brot in bester Qualität ergattern und habe mir was davon im Gefrierschrank abgebunkert.
….. Wäsche waschen ist relativ unproblematisch, Waschservice wird auf manchen Campingplätzen angeboten, Wäschereien gibt es überall in den Städten, wer selbst waschen möchte, findet auch auf manchen Campingplätzen, oder in den Städten, Waschmaschinen zur Selbstbedienung.
Um 4 Uhr klingelt der Wecker, um 5 Uhr bringt mich das Taxi zum Flughafen, – ist schon erstaunlich viel los hier, – Einchecken, – Sicherheitskontrolle, – alles geht zügig und problemlos.
Pünktlich um 07.15 Uhr startet der Airbus A 320 der Sky-Airlines zum Kurzstreckenflug nach Lima. Der Flughafen von Cusco liegt mitten in der Stadt, – sehr ungewöhnlich, mit dem startenden Flieger nur wenige Meter neben den Häusern der Stadt vorbei zu rasen. Der Flug über die Berge und Hochebenen beschert mir noch einmal herrliche Ausblicke, so vergehen die 1 ½ Stunden „wie im Flug“.
2 ½ Stunden Aufenthalt in Lima, – dort hat es jetzt den berüchtigten Küstennebel, den es dort wohl fast 10 Monate im Jahr gibt. Auch hier funktionieren Gepäckaufgabe und Einchecken relativ flott, bis dann vor der Migrationskontrolle das Chaos ausbricht, 500 Passagiere in der Warteschlange, nur wenige besetzte Schalter, – allgemeines Chaos, – Aufregung, – Empörung bei Vielen, – mit dem Ergebnis, daß der Flieger der AirEuropa erst mit einstündiger Verspätung starten kann. Knapp 11 Stunden dauert der Flug mit einer Boeing 789, der, bedingt durch die 6-stündige Zeitverschiebung, zu einem erheblichen Teil in der Nacht stattfindet und in der Früh gegen 05.10 Uhr in Madrid landet.
Knapp 2 Stunden Aufenthalt reichen zum Umsteigen und für ein ausgiebiges Frühstück, das Gepäck geht diesmal durch bis Frankfurt. Diesmal startet die Boeing 737-800 pünktlich und ich bin 2 ¾ Stunden später, ziemlich „erschossen“ in Frankfurt, wo mich Heike abholt.
45 Stunden war ich vom Campingplatz bis zu Hause unterwegs, 31 Stunden davon „im Flug“. Allerdings nach Abzug der Zeitverschiebung relativiert sich das etwas, aber 25 Stunden waren es trotzdem, – nunja, ich mache es ja freiwillig.
Im November geht es dann wieder zurück nach Cusco (Peru) und mit dem HerrMAN immer weiter südwärts, vielleicht sogar schon bis Patagonien, – wir werden sehen.