16.06.2019 – Von den Hopewell Rocks nach Hartland

Die Nacht war windig und kühl, – wie meist, sind es 13 Grad am Morgen. Bereits ab 8 Uhr kommen die ersten Besucher, um 9, als der Park offiziell öffnet, auch Busse. Wir können uns gut vorstellen, was hier in der Ferienzeit los sein wird.

Wir machen uns gegen 10.30 Uhr auf die Straße, nach Alma auf die 114, über die 1 nach Sussex, über die 10 nach Norden bis auf die 2, den „Trans-Kanada-Highway“, der uns über Fredericton, Nackawic und Woodstock am Abend nach Hartland bringt.

Bis Alma bleiben wir nahe der „Bay of Fundy“, mit 14 Grad ist es nicht gerade sommerlich.
Als wir dann in den „Fundy Nationalpark“ einfahren, führt die Straße weg vom Meer und einige Kilometer immer bergan, innerhalb weniger Minuten steigt die Temperatur auf angenehme 20 Grad, – wir haben den Einflußbereich des kalten Atlantik verlassen, – es gibt ihn tatsächlich, – Sommer in Kanada, – bis zum Nachmittag erreicht das Thermometer die 25 Grad, die Sonne scheint, der kalte Wind ist weg, – so kanns gerne bleiben !

Landschaftlich wechseln sich die beiden Bilder ab, die wir schon von den Vortagen kennen, – ewige Wälder, durch die sich die Straßen schlängeln, oft sumpfig, hie und da ein paar Häuser in der Wildnis, – oder weniger Wald, dafür viele Wiesen mit Rindern, Felder und Bauernhöfe, dann sogar mit kleinen Dörfern, oder gegen Abend, also weiter nördlich, sogar kleine Städtchen mit Gewerbegebieten, – Mittelgebirgslandschaft, – fast wie bei uns zu Hause.

Außer der sehenswerten Landschaft gibt es heute entlang unserer Strecke kaum echte Sehenswürdigkeiten, – Strecke machen ist angesagt.

Gegen Abend finden wir im Reiseführer den Hinweis auf das Städtchen „Hartland“, direkt am Highway, dort steht die, mit fast 400 Metern Länge, weltweit längste überdachte Holzbrücke der Welt, – die schauen wir uns kurz mal an, denn viel interessanter noch klingt der Hinweis auf den danebenliegenden Picknickplatz am Fluß, der sich als idealer Nachtplatz entpuppt ( N 46° 17′ 50.4″ W 067° 32′ 01.9″ ).
Überdachte Brücken, was soll das denn ?
Holz ist in Kanada traditionell der Werkstoff Nr. 1, gibt ja Unmengen davon. So hat man althergebracht auch die Brücken daraus gebaut, was sich leider als nicht so dauerhaft herausstellte, – die Lebensdauer war auf maximal 15 Jahre begrenzt, – nicht wirklich viel. So wurde die Idee geboren, die hölzernen Brücken komplett einzuhausen, also seitlich Wände dran und oben ein Dach draufzubauen, – das hat die Lebensdauer einer solchen Brücke auf bis zu 80 Jahre verlängert. Heute hat man die wichtigen, statischen Teile überwiegend in Beton oder Stahl erneuert und so noch mehr Jahre draufgelegt.

Tagesetappe:     333 km          Gesamtstrecke:     2.090 km

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