09.08.2019 – Whalewatching in Seward

Nach einem kurzen Einsatz der Feuerwehr „Bear Creek“, – im Wäldchen nur etwa 100 Meter hinter uns war ein kleines Feuer ausgebrochen, wird es still am Fluß, – die Nacht bleibt ruhig, der Morgen ein wenig diesig, aber weiter sommerlich warm.

Heute fährt Heike raus aufs Meer, Gletscher schauen und mit etwas Glück auch Wale sehen, – Aspro und ich werden uns im Städtchen rumdrücken.
Um 10.30 muß sie am Schiffsanleger sein, – die „Spirit of Adventure“ hat etwa 150 Passagiere an Bord und wird gute 6 Stunden mit ihnen unterwegs sein.
Im Hafen von Seward hat letzte Nacht ein Kreuzfahrtschiff angelegt, vermutlich sind viele der Mitfahrer von diesem gekommen.

Die Fahrt geht die lange „Resurrection Bay“ hinaus, – durch die kleinen, vorgelagerten Inselchen der „Aialik Peninsulana“, – von dort in die „Aialik Bay“ und den „Holgate Arm“ und letztlich noch durch die südlichen Inselchen der „Harris Peninsula“ im „Alaska Maritime National Wildlife Refuge“, bevor es dann wieder in den Heimathafen zurückgeht.

Die Ausblicke in den Fjorden sind phantastisch, tiefblau ist heute die Farbe des Meeres, die Sonne scheint herrlich und so leuchten die Gletscher auf den umliegenden Bergen um so mehr. Als erstes passieren sie eine Seelöwenkolonie, sie liegen faul in der Sonne und wärmen sich.
In der nächsten Bucht ragt eine Gletscherzunge bis ins Meer hinein, dort brechen immer wieder kleine Eisberge ab und schwimmen hinaus ins Meer, die Crew des Schiffes fängt einen kleinen Eisblock ein und reicht den Passagieren einen Cocktail mit Gletschereis, – nunja, warum nicht ?

Dann plötzlich tauchen sie auf, – nicht die ganz Großen, aber immerhin Orcas, und sie sind gar nicht schüchtern, – eher verspielt schwimmen sie neben dem Schiff her, tauchen immer wieder weg, kommen wieder an die Oberfläche, – sehr schön anzusehen, – eine ganze Weile bleiben sie beim Schiff, – dann geht es weiter zur Vogelwelt der Fjorde, – große Möwenkolonien, Kormorane und die bunten Papageientaucher gibt es zu sehen.

Irgendwann in einer kleinen Bucht taucht er dann plötzlich auf, – ein riesiger Buckelwal, 12 bis 17 Meter lang können sie werden und bis zu 40 Tonnen schwer, das Wasser spritzt, — und weg ist er ! Foto ? Pustekuchen, ging alles viel zu schnell, – naja gesehen reicht ja erst mal.

Auf dem Rückweg begleitet dann noch ein Seeotter das Schiff ein Stück des Weges, diese trolligen Kerle schwimmen ganz gemächlich dahin, oft auf dem Rücken liegend, unangestrengt und locker.

Gegen 18 Uhr ist Heike im Hafen zurück, draußen an den Gletschern und in den Buchten war es ziemlich kalt, der dicke Anorak war schon nötig, – hier ist jetzt wieder Sommer angesagt, noch sind es 25 Grad.
Wir fahren wieder zurück zu unserem Platz von letzter Nacht, im Kiesbett des „Resurrection Rivers“, dort hat es uns gefallen.
Heute beginnt das Wochenende, einige Einheimische sind schon da, – Barbeque, Lagerfeuer, Camping in jedweder Form und Angeln gehört hier einfach dazu.

Tagesetappe:     30 km          Gesamtstrecke:     14.793 km

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