03.09.2019 – Von Sicamous nach Golden

Auch heute geht der Sommer hier weiter, Sonnenschein und warmes Wetter schon am frühen Morgen.

Gegen 10 Uhr fahren wir zurück auf den Trans-Canada-Highway (1), grobe Richtung Calgary.
Es erwartet uns eine Fahrt durch alpine Landschaften, – durch die beiden Nationalparks „Revelstoke“ und „Glacier“ bis hinüber nach „Golden“.
Anfänglich ist der Highway noch eher autobahnmäßig zweispurig ausgebaut, wird aber später, als es tiefer in die Berge hinein geht, einspurig mit ständig wechselnden Überholspuren, das reicht aus, es hat zwar relativ viel Verkehr auf dem 1er, läßt sich aber noch recht gut fahren.

Schon am Anfang unserer Tagestour bewegen wir uns ständig auf schöne Bergmassive mit Schneeresten oder kleinen Gletschern zu, – die „Selkirk Mountains“ mit dem „Mount Revelstoke“ – der Highway schlängelt sich durch die Täler, irgendwelche Flüße oder aufgestaute Seen begleiten ihn ständig, – und natürlich die Eisenbahnstrecke, – ewig lange Güterzüge mit vollbeladenen Kohlewaggons oder doppelstöckig beladen mit Überseecontainern, zwei, manchmal drei schwere Lokomotiven schleppen sie gemächlich über die Gleise, – und der „Rocky Mountaineer“, ein Luxus-Ausflugszug mit doppelstöckigen Panoramawagen, er schiebt sich stolz in seiner edlen Lackierung den Anstieg hinauf bis nach „Revelstoke“, wo wir ihn bei unserem ersten Zwischenstop am dortigen Bahnhof ein zweites mal zu sehen kriegen.

Hinter „Revelstoke“ werden die Ausblicke immer spektakulärer, wunderschöne Bergmassive, einige 3.000er, leuchten in der Mittagssonne, – im „Glacier Nationalpark“ führt der Highway immer weiter nach oben, bis wir den 1.330 Meter hohen „Rogers Paß“ überquert haben, dann geht es lange Zeit bergab, – viele tunnelähnliche Straßenüberbauungen sollen die häufigen Schneelawinen im Winter von der Straße fernhalten.

Kurz nachdem wir den „Glacier Nationalpark“ verlassen, kündigt ein kleines Schild am Straßenrand wieder mal einen Zeitenwechsel an, – wir sind die letzten Tage doch eine Menge Kilometer nach Osten gefahren, abends wird es schon vor 20 Uhr dunkel, jetzt springt die Uhr von der „Pacific Time“ auf die „Mountain Time“, also 1 Stunde vor, – wir sind jetzt nur noch 8 Stunden hinter der deutschen Zeit zurück, – und am Abend bleibt es bis fast 21 Uhr hell, – sehr angenehm.

Am späten Nachmittag „landen“ wir in „Golden“ einem kleinen Städtchen mit 5.500 Einwohnern, wir versuchen noch einmal einen Service für unsere Reifen zu kriegen, drei Reifenfirmen und ein LKW´ler haben nicht das nötige Equipment, – also dann im nächsten Städtchen.
Wir sind heute mal ausgiebig im Internet unterwegs, hier geht es seit Langem wieder mal richtig gut und suchen uns am Abend etwas außerhalb der Stadt einen Stellplatz, den wir zwischen dem kleinen Airport und dem „Columbia River“ finden, ein kleiner Parkplatz, leer und sauber, der wird´s. ( N 51° 18′ 21.8″ W 116° 59′ 14.1″ )

Tagesetappe:     256 km          Gesamtstrecke:     20.289 km

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