23.09.2019 – Von Wendover nach Jerome

Solche Nächte sind das Salz in unserer Suppe, am Abend sitzen wir mal wieder gemütlich draußen, – niemand da, – Aspro kann endlich mal alleine die Gegend erkunden, – es ist lange angenehm warm, – der Blick geht ungestört bis zum endlos weit entfernten Horizont, – Wüstenfeeling, – die Nacht totenstill und mit 15 Grad angenehm warm, – hier läßt es sich locker länger als eine Nacht aushalten.

Der Morgenhimmel ist ein wenig bedeckt, es ist mit 19 Grad recht angenehm und später kommt dann auch die Sonne durch.
Gegen 10.30 Uhr machen wir uns los, zurück auf den Interstate 80.
Heute machen wir eine „3-Staaten-Tour“, wir starten hier in Utah, fahren nach wenigen Kilometern hinüber nach Nevada und wechseln am späten Nachmittag nach Idaho.
Es ist gerade ein kurze Strecke von etwa 200 Kilometern, die wir durch Nevada kommen, – diagonal durch die nordöstliche Ecke des Staates.

Kurz hinter „Wendover“ wechseln wir hinüber, „West Wendover“ empfängt uns, ein großes Spielcasino mit dem entsprechenden Umfeld empfängt die Besucher, – in Nevada scheint Glücksspiel erlaubt zu sein, so kommen die Gäste von überall, – Campgrounds, Hotels und andere Unterkünfte bieten ihre Dienste an, ein Flugplatz scheint gleich in der Nähe zu sein, während wir durchfahren landen 4 große Maschinen hintereinander, – wir fragen uns, ob die alle „zocken“ gehen ?
Beim Wechsel nach Nevada springt unsere Uhr wieder mal eine Stunde zurück, Nevada befindet sich in der Pacific-Time-Zone, – das ignorieren wir allerdings heute, denn am Nachmittag, wenn wir Idaho erreichen, springt sie wieder eine Stunde vor.
Von „West Wendover“ geht es etwa 80 Kilometer auf dem I 80 nach Westen, – die Landschaft ist der Hammer, – Prärie, so weit das Auge reicht, – und es reicht verdammt weit, – die Ebenen sind oft 20 oder 30 Kilometer lang, wir sehen das andere Ende ewig lang vor uns, bis wir endlich dort angekommen sind, – der Highway führt schnurgerade hindurch, – wie mit dem Lineal durch die Landschaft gezogen.
Er führt heute wieder stetig bergan, bis wir kurz vor „Wells“ auf 2.130 Metern Höhe den „Pequop Paß“ überqueren.
Bei „Wells“ biegen wir dann nach Norden, auf den kleinen Highway 93 ab, ich fahre diese kleinen Straßen recht gerne, sie sind gut ausgebaut, meist breit und wenig befahren, – er führt nun die nächsten etwa 100 Kilometer wieder langsam bergab, – auch hier durchfahren wir weite Ebenen, Prärielandschaften vom Feinsten, oft irgend ein Bergmassiv im Hintergrund, manchmal sogar mit schneebedeckten Kuppen.

Etwa 2 Kilometer vor dem Wechsel nach Idaho gibt es tatsächlich das Örtchen „Jackpot“, – ja und genau das ist es auch, – auch hier hat man einige Spielcasinos mit dem entsprechenden Umfeld auf die grüne Wiese gebaut, – Campgrounds, Hotels, Bars, Restaurants, eine Tankstelle und einen Laden.
Und es herrscht reger Betrieb hier, die Campgrounds stehen voll, – auf dem riesigen Parkplatz vor dem größten Casino stehen auch einige Trucks, – die Trucker halten an und gehen erst mal eine Runde „zocken“, – scheint überall in den USA eine beliebte Beschäftigung zu sein.
Die Uhr springt übrigens schon hier wieder die Stunde vor und ein Schild weist darauf hin, daß hier, obwohl noch Nevada, schon die Uhrzeit von Idaho gilt, – hat auch eine gewisse Logik, denn die einzige und nahe Zufahrt nach hier kommt aus Idaho, wohl auch die meisten Gäste, weshalb sollen die also ihre Uhren umstellen müssen ?

In Idaho ändert sich zunächst landschaftlich nichts, – erst als wir uns der Stadt „Twin Falls“ nähern, – mittlerweile sind wir wieder unten auf etwa 1.200 Metern angelangt, wird bewässert und Landwirtschaft betrieben, noch ein Stück weiter funktioniert dies offensichtlich sogar ohne Bewässerung, Maisfelder, Getreide und Weidewirtschaft sehen wir beim Durchfahren.

In „Twin Falls“ ist es uns noch zu früh für „Feierabend“, irgendwie ist die Stadt auch hektisch und laut, – wir fahren noch ein paar Kilometer weiter und landen letztendlich wieder mal bei Walmart, diesmal in dem kleinen Städtchen „Jerome“. ( N 42° 41′ 41.8″ W 114° 31′ 01.4″ )
Der Platz ist sauber und großzügig, Bäume bringen Schatten und schöner grüner Rasen für Aspros Abendrunde ist auch da, – der rege Betrieb läßt erfahrungsgemäß am späten Abend nach, – ich habe Platz rundum und beschäftige mich mal wieder mit HerrMAN´s Reifenproblem, 3 Räder kommen ab und werden über Kreuz getauscht wieder angeschraubt, – ist Plackerei, bei fast 120 kg pro Stück, aber geht ganz gut, 1 1/2 Stunden brauche ich dafür, – hier bleibt es jetzt auch wieder bis abends um 20 Uhr hell und die Stadt bietet einen Sonnenuntergang wie am Meer.

Tagesetappe:     308 km          Gesamtstrecke:     25.045 km

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